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Emil-von-Behring
Der “Retter der Kinder”: Emil Adolph von Behring
(1854-1917), deutscher Bakteriologe und Nobelpreisträger.
Emil v. Behring wurde am 15. März 1854 in Hansdorf im westpreußischen Kreis Rosenberg geboren.
Im Laufe seines Lebens hat er bedeutende Entdeckungen auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten gemacht.
Schon frühzeitig beschäftigte ihn das Problem der Abwehr des Organismus gegen Giftstoffe. Er wies nach, dass z.B. eine überstandene Diphtherie einen vollen Schutz gegenüber einer Neuinfektion gewährleistet. Diese Schutzeigenschaft war an das Blut gebunden. Durch weitere Untersuchungen zeigte er, dass im Blutserum Schutzstoffe, die so genannten Antitoxine, d.h. Gegengifte, vorhanden waren.
Es gelang ihm, ein Serum herzustellen, das vorbeugend und heilend die menschliche Diphtherie beeinflusst. Durch Einführung des Diphtherieserums (1892) wurde die in dieser Zeit als “Würgeengel der Kinder” bekannte Krankheit besiegt und Tausenden von Kindern jährlich das Leben gerettet. Dies brachte Behring den Beinamen “Retter der Kinder” ein. Heute hat diese Erkrankung ihre Schrecken verloren.
Später entwickelte Behring das Starrkrampf-Antitoxin, das als Tetanusserum besonders in beiden Weltkriegen mit großem Erfolg verwendet wurde.
Emil v. Behring erhielt am 12. Dezember 1901 den ersten Nobel-Preis für Medizin. Er gründete in Marburg die Behringwerke und starb hier am 31. März 1917.